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Unsere Strategie für Saarbrücken: Innenstadt stärken - Stadtteile entwickeln

 

 

Wir setzen auf lebendige Stadtteile.

Unsere Stadtteile haben ihr eigenes Gesicht und ihre eigene Geschichte. Die SPD ist wie keine andere Partei in Saarbrücken in den Stadtteilen verankert. Die Entwicklung der Stadtteile und –bezirke bildete im Laufe der letzten Ratsperiode 2004 bis 2009 einen Arbeitsschwerpunkt der SPD-Stadtratsfraktion. Ein wesentliches Versprechen der SPD Saarbrücken wurde unmittelbar nach Amtsantritt von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz eingelöst:

 

Die Einrichtung der Stabsstelle Entwicklungsplanung, die u. a. als Fachstelle für Maßnahmen der Stadtteilentwicklung zuständig ist. Die Aufgaben der Aufwertung der Innenstadt und der Stadtteile sind keine Gegensätze. Sie bedingen einander und sind unmittelbar miteinander verknüpft. Aufbauend auf den bisherigen Arbeiten der Stabsstelle wollen wir integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte erstellen und umsetzen, die konkrete Handlungsansätze beinhalten. Dabei können wir uns auf die positiven Erfahrungen der Gemeinwesenprojekte sowie die Projekte Soziale Stadt und URBAN I und II in den Stadtteilen Malstatt, Brebach, Burbach und Dudweiler stützen.

 

Erfolgreiche Stadtteilentwicklung braucht die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb wollen wir das ehrenamtliche Engagement und die gesellschaftlichen Akteure vor Ort in diese Arbeit einbinden: Vereine, Verbände und Stadtteilinitiativen genauso wie Gemeinwesenprojekte, Schulen, Beratungsstellen und freie Träger.

 

Freiräume entwickeln

Plätze, Parks, Wege, Höfe und Wiesen prägen den Charakter unserer Stadtteile wesentlich. Sie bilden als Treffpunkte und Orte des Austauschs den Mittelpunkt öffentlichen Lebens und spiegeln die Aufenthaltsqualität wider. Mit der Umsetzung des Freiraumentwicklungsprogramms werden wir mittelfristig für jeden Stadtteil zentrale Plätze aufwerten oder schaffen. Aktuell sehen wir Handlungsbedarf vor allem in folgenden Bereichen: Die Neugestaltung des Daarler Marktes wird seit langem diskutiert. Hier hat die SPD erneut die Initiative ergriffen, um zeitnah eine Umgestaltung des zentralen Platzes in St. Arnual zu ermöglichen. Der Brandenburger Platz auf dem Eschberg ist dringend sanierungsbedürftig. Auf Initiative der SPD wird hier zurzeit die Planung vorangetrieben. Der Nanteser Platz in Alt-Saarbrücken entspricht in seiner Ausgestaltung nicht dem hochwertigen Umfeld des in der Nähe gelegenen Schlossplatzes. Auch die Folsterhöhe braucht wieder einen Mittelpunkt als Ort der Begegnung und Kommunikation, um das gesellschaftliche Miteinander zu stärken.

 

Auf dem Rodenhof wollen wir den Edenplatz zu einem attraktiven Treffpunkt aufwerten und damit dem Wohnquartier einen Ortsmittelpunkt zurückzugeben, ebenso in Bischmisheim den Stadtteilplatz am Marieneck/Bornshübel. Die Gestaltung des Ortskerns rund um das Alte Rathaus in Gersweiler wurde vom früheren CDU-Baudezernenten immer wieder verschleppt. Wir wollen die Planungen mit Hochdruck voranbringen. Nachdem CDU und FDP die Grüne Mitte Klarenthal im Rahmen der Haushaltsberatungen 2008 noch abgelehnt haben, konnte inzwischen ein Planungsauftrag vergeben werden. Auf dem zentralen Gelände Kirche und Schule sollen neben einem Veranstaltungsplatz auch Möglichkeiten der Begegnung und Kommunikation geschaffen werden. Handlungsbedarf sehen wir auch beim Projekt „Neue Mitte Scheidt“. Wir wollen den heutigen Parkplatz zu einem Stadtteilplatz umgestalten und dabei den Scheidter Bach einbeziehen, um die Ortsmitte zu profilieren.

 

Fußläufige Nahversorgung sicherstellen

Zur Stärkung der Stadtteilzentren wollen wir die wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Lebens sicherstellen. Durch eine gezielte Genehmigungspraxis wollen wir Angebote des Einzelhandels dahin bringen, wo die Menschen wohnen. Ein Viertel der Kundinnen und Kunden ist auf eine fußläufige Erreichbarkeit oder gute Anbindung durch den ÖPNV angewiesen. Die von uns mit erarbeiteten Leitlinien zur Nahversorgung bieten hierfür eine gute Grundlage. Die Nahversorgungseinrichtungen wie Märkte, Fachgeschäfte, Gastronomie, Banken und andere Dienstleistungen stärken die Nachbarschaft. Neuen Märkten in den Stadtteilzentren wollen wir Vorrang geben vor weiteren Flächenausweisungen von Einkaufsmärkten auf der „Grünen Wiese“.

 

Stadtteilkultur stärken

Neben den zentralen Kultureinrichtungen tragen auch die stadtteilbezogenen Kulturangebote zum kulturellen Profil der Landeshauptstadt bei. Wohnortnahe Angebote gewährleisten eine breite Teilhabe aller Einwohnergruppen an kulturellen Aktivitäten und fördern bürgerschaftliches Engagement. Bei der Förderung der freien Kulturszene wollen wir in Zukunft verstärkt Akzente auf die Förderung der Kulturszene in den Stadtteilen legen.

 

Gleichzeitig wollen wir vorhandene Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Bürgerhäuser und Gemeinwesenprojekte als Basis für langfristig angelegte kulturelle Aktivitäten stützen. Die Kultur- und Lesetreffs sind als Projekte der Stadtteilkultur unverzichtbar geworden. Sie leisten ebenso wie die Gemeinwesenprojekte wichtige Arbeit für die Bereicherung des Lebens in den Stadtteilen und sichern den sozialen Zusammenhalt. Auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen werden wir deshalb die Kultur- und Lesetreffs erhalten, ihre Personalisierung sicherstellen und die Bürgerhäuser und städtischen Begegnungsräume für Vereine und Initiativen im Stadtteil aufrechterhalten.

 

Gerade in innerstädtisch gelegenen Stadtteilen ist die Bereitstellung von Räumlichkeiten für sozialen, kulturellen, politischen und nachbarschaftlichen Austausch und Begegnung mit Schwierigkeiten verbunden. Hier wollen wir in Zusammenarbeit mit den Partnern im zivilgesellschaftlichen Bereich Hilfestellungen geben.

 

Freizeit- und Sportinfrastruktur modernisieren

Im Bereich der Freizeit- und Sportinfrastruktur wollen wir gute Rahmenbedingungen für die Arbeit der Sport- und Freizeitvereine schaffen. Hierzu gehört der Bau der Sporthalle West in Rockershausen sowie die Modernisierung von Hallen und Sportplätzen im gesamten Stadtbereich. In den letzten Jahren konnten eine Reihe von Tennenplätzen in Kunstrasenplätze umgewandelt werden. Das Programm zur Schaffung von Kunstrasenplätzen werden wir fortschreiben. Die Unterstützung der Jugendarbeit der Sport treibenden Vereine und die Unterstützung für vereinseigene Sporteinrichtungen werden wir auf hohem Niveau weiterführen. Die Hallen- und Freibäder sind unverzichtbare Einrichtungen in unserer Stadt. Sie fördern Sport und Gesundheit und sind wichtige Orte der Begegnung und Freizeitgestaltung. Wir werden die Bäder erhalten und wo erforderlich sanieren. Gleichzeitig wollen wir in Kooperation mit dem Stadtverband und den Umlandgemeinden die Gründung eines Bäderzweckverbandes in der Region prüfen, um die Bäder effizient und wirtschaftlich vertretbar zu betreiben.

 

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